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: Top Städte: Chengdu
Ueberblick
Chengdu
ist eine ber¨¹hmte Kulturstadt und Heimat von Pandabären. Chengdu ist die
Hauptstadt der Provinz Sichuan, die als "Himmelreich" bezeichnet
wird. Chengdu ist auch das Zentrum von Wissenschaft und Technik, Handel,
Finanz und Fernmeldewesen S¨¹dwest-Chinas. Sie hat eine Fläche von 12400 qkm
und zählt 9,6 Millionen Einwohner. Mit ihren zahlreichen Kulturdenkmaelern
und ihrer idyllischen Landschaft uebt sie grosse Anziehungskraft auf Touristen
aus.
Chengdu
ist auch Verkehrsknotenpunkt S¨¹dwest-Chinas. Der Shuangliu-Flughafen zählt
zu den 6 groessten internationalen Flughaefen Chinas. Der Hauptbahnhof ist der
groesste S¨¹dwest-Chinas. Touristen koennen von hier aus eine Reise ostwaerts
durch die Drei Schluchten des Yangtse, westwaerts nach Tibet und Jiuzhaigou,
nordwaerts nach Xi'an und suedwaerts zum Emei-Berg und Grossem Buddha in
Leshan machen.
Sehensw¨¹rdigkeiten
in Chengdu
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Tempel
des Fuersten Wu (Wu Hou Ci)
Den ersten Tempel erbaute ein Li
Xiong 302 zu Ehren von Zhuge Liang (181-234), einem legendaeren
Militaerstrategen und Staatsmann, der u.a. Kanzler des Shu-Han-Reiches
(221-263) war. Fuer seine Verdienste wurde Zhuge Liang im Jahre 223 zum
Fuersten von Wu ernannt. Die 1672 wiederaufgebaute Tempelanlage erhebt sich im
Suedwesten von Chengdu. In der mittleren Halle steht eine vergoldete Tonfigur
des Zhuge Liang. davor drei Bronzetrommeln, die vor dem 6. Jh. v. Chr.
entstanden sind. Die beiden kleinen Statuen, welche die Figur des Fuersten
flankieren, stellen dessen Sohn und Enkel dar. Zudem ist ein Tempel dem
Herrscher des Shu-Han-Reiches Liu Bei gewidmet. Westlich dieses Baus ragt der
12 m hohe Grabhuegel auf, in dem der Herrscher seine letzte Ruhestaette fand.
Im Oestlichen und westlichen Wandelgang sind 28 Tonstandbilder von Ministern,
Generaelen und hohen Beamten aus dem Shu-Han-Staat aufgestellt. Vor jeder
Statue befindet sich eine kleine Stele, die ueber das Leben des Betreffenden
berichtet.
Strohhuette
vom Dichter Du Fu
Das Haus von Du Fu (712-770), dem
beruehmten Dichter der Tang-Dynastie, befindet sich im Westen der Stadt an
einer Windung des Flusses Huanhuaxi. Es handelt sich hier aber nicht mehr um
den Originalbau aus Stroh, den Du Fu vier Jahre (759-763) lang bewohnten, da
er um die Mitte der Tang-Aera (61B-907) zerstoert wurde. Die Gebaeude, die der
Besucher heute vorfindet, sind Nachbildungen in Stein und Holzaus den Jahren
1500 und 1811, die 1949 restauriert wurden. Seinen urspruenglichen Namen Du Fu
Caotang (Strohhuette des Du Fu) hat das Haus dennoch behalten. In der mehrere
Hallen umfassenden Anlage wird Leben und Werk von Du Fu dargestellt. Ein
schoener Park mit kleinen Bruecken, Pavillons und einem Bambusgarten schliesst
sich an.
Die
auch als "Ewiges Mausoleum" (Yong Ling) bekannte, gut erhaltene
Grabstaette des Wang Jian (847-918), Herrscher im Reich der Frueheren Shu,
liegt im Nordwesten der Stadt. Der 15 m hohe Bau, der In drei Kammern
gigliedert ist, wurde 1942 geoeffnet. In der mittleren Kammer befindet sich
der kunstvoll verzierte Sarkophag des Koenigs, in der hinteren eine
Steinstatue von Wang Jian.
Der
Manjushri-Tempel im Norden der Stadt nimmt eine Flaeche von 5 ha ein. Die aus
fuenf Stein- und Holztempeln bestehende Anlage entstand 1691 ueber den Ruinen
eines frueheren Klosters aus der Zeit der Suedlichen Dynastien (420-589). Im
Tempel Shuofa Tang werden 10 Eisenstatuen von
buddhistischen
Waechtergottheiten aus der Song-Epoche (960-1279) und im Cangjing Lou ueber
100 Bronzeskulpturen von Buddhas und buddhistischen Heiligen aus der Qing-Aera
(1644-1911) aufbewahrt.
Der
Park wurde durch die beruehmte Dichterin Xue Tao (769-834) bekannt, die hier
gelebt hat. Auf dem Gelaende erhebt sich der viergeschossige, 30 m hohe Turm
des Flussblicks (Wangjiang Lou). Nur wenige Schritte entfernt kann man noch
einen Brunnen aus der Tang-Zeit (618-907) besichtigen, dessen Wasser die
Dichterin zur Herstellung des von ihr benutzten roten Papiers verwendet haben
soll, das noch heute ihren Namen traegt. Im Park stehen mehrere Bauten, die
alle an die Dichterin erinnern: der Turm der Gedichtrezitation (Yinshi Lou),
der Pavillon des Papierwaschens (Wangjiang Ting) und der Turm des
Brokatwaschens (Zhou Jin Lou). Zudem wurden Ihr zu Ehren Bambushaine mit 140
Arten angepflanzt, da sie diese Pflanze besonders mochte.
Im
Westteil der Stadt steht im Kulturpark (Wenhua Gongyuan) der alte daoistische
Tempel Qingyang, der auf die Tang-Zeit (618-907) zurueckgeht. Die heutigen
Gebaeude stammen aus der Qing-Zeit (1644-1911). Sehenswert ist der Pavillon
der acht Trigramme (Bagua Ting) mit acht Steinsaeulen, auf die u.a.
Drachenmuster geschnitzt sind.
Das
Kloster des Kostbaren Lichtes steht in Xindu. einer kleinen Stadt 18 km
nordoestlich von Chengdu. Es soll noch aus der Zeit der Oestlichen
Han-Dynastie (24-220) stammen. Ueber eine Flaeche von 8 ha sind mehr als 20
Bauten (eine Pagode, fuenf Tempel und 16 Hoefe) verstreut, die fast alle 1670
errichtet wurden. Aus der Tang-Zeit (618-907) erhalten hat sich die
13stoeckige Sarira-Pagode (Sheli Ta). Als archaeologisch besonders wertvolle
Ausstellungsstuecke gelten die Steinplatte mit 1000 Buddha-Reliefs aus dem
Jahr 54o n.Chr. und 500 ueberlebensgrosse Tonstatuen aus der Qing-Aera
(1644-1911), die Luohans in individueller Weise darstellen.
Das Bewaesserungssystem, das sich
am Oberlauf des Minjiang, 55 km nordwestlich von Chengdu bei der Stadt
Guanxian befindet, wurde im Jahr 250 v.Chr. unter der Leitung von Li Bing,
Praefekt von Sichuan zur Zeit der Streitenden Reiche, zur Verhinderung der
katastrophalen Ueberschwemmungen geschaffen. Er liess den Fluss durch
Erdaufschuettung teilen, wobei der eine Teil sich in Nebenarme und Kanaele
verzweigt, die zur Bewaesserung der Felder dienten. Die Anlage besteht aus dem
als Wasserscheide und Deich fungierenden 'Flschmaul' (Yuzhui), dem Wehr
'Fliegender Sand' (Feisha Yan) und dem Kanal 'Hals der Wertvollen Flasche'
(Baoping Kou). Durch dieses ausgekluegelte System Ist der Minliang in den
letzten 2200 Jahren nie mehr ueber die Ufer getreten, und die westliche Ebene
von Mittel-Sichuan wurde zu einem der fruchtbarsten Gebiete Chinas.
Auf
der Nordspitze eine kleinen Flussinsel erhebt sich auf der Hoehe der Mueundung
des Kanals 'Hals der Wertvollen Flasche' ein weiteres Gebaeude von
historischer Bedeutung, der Tempel des Drachenbezwingers. Einer Legende
zufolge trat der Minjiang so oft ueber die Ufer, weil ein boeser Drache genau
an dieser Stelle in seinen Gewaessern hauste. Li Bing und seinem Sohn gelang
es, den Drachen zu baendigen, so dass keine Uebeschwemmungen mehr zu
befuerchten waren. Es ist ungeklan. wann h,e, de, erste Tempel zu Ehren der
Drachenbezwinger erbaut wurde. Man weiss nur, dass der heutige Bau aus der
Qing-Zeit (1644-1911) stammt. Im Tempel verdient die Steinstatue des Li Bing
aus dem Jahr 168 besondere Beachtung. Die 2.9 m hohe und 4.5t schwere Skulptu
wurde 1974 ausdem Fluss geborgen. Eine Inschrift auf der Brust zeigt den Monat
und das Jahr an, in dem das aussergewoehnliche Kunstwerk entstand.
Am
Ostufer des Minjiang trifft man auf dem Berg Yuleishan auf den imposanten
Tempel der Zwei Koenige, der in der Qing-Zeit (1644-1911) ueber den Runen
eines Vorgaengerbaus aus dem 6. Jh. Errichtet wurde. Hier werden die schoepfer
des Bewaesserungssystems, Li Bing und sein Sohn Li Erlang, verehrt, von denen
jeweils eine Statue in den Hallen aufgestellt ist.
16 km suedwestlich der
Bewaesserungsanlage von Duliangyan ragt der 37 Gipfel umfassende Qingcheng
Shan auf. Er ist eines der daoistischen Pilgerziele Chinas. Ueber den
landschaftlich reizvollen Berg sind imposante Palaeste, Tuerme und Pavillons
zerstreut.
Am
Fuss des Qingcheng Shan steht der daoistische Palast der Schaffung des Gluecks
(Jianfu Gong), der auf die Tang-Zeit (618-907) zurueckgeht. Die heutigen
Gebaeude wurden 1888 errichtet.
Es
heisst, Zhang Daoling (34-156), der legendaere Begruender der daoistischen
Religion, habe in einer Hoehle dieses Berges gelehrt. Seither wird sie Hoehle
des Himmlischen Meisters genannt. Der Tempel stammt aus der Sui-Zeit
(589-618), wurde aber am Ende der Qing-Dynastie (1644-1911) erneuert. In den
Raeumen sind ein Tonbildnis von Zhang Daoling und drei 90 cm grosse
Steinstatuen aus dem Jahr 723 zu besichtigen, die Fuxi, Shengnong und Xianyuan
darstellen, drei Herrscher, die im praehistorischen China gelebt haben sollen.
Auf
dem Berggipfel Laoxiao Ding thront majestaetisch der von 1860 bis 1870 erbaute
Tempel der Hoechsten Reinheit. Er ersetzte einen wesentlich aelteren Bau aus
dem 3. Jh., der um die Mitte des 17. Jh.s einem Brand zum Opfer fiel.
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